Buntes Feuerwerk an Silvester am Nachthimmel

Silvester mit Hund, Kaninchen & Pferd: Tipps bei Angst

Für viele Menschen gehören bunte Lichter, Raketen und das Feuerwerk zu Silvester einfach dazu. Für unsere Tiere kann die Silvesternacht dagegen eine ganz andere Bedeutung haben: Lärm, Lichtblitze und ungewohnte Reize können Stress, Angst oder sogar Silvesterangst und Panik auslösen.

Besonders für Hunde und Kaninchen mit Feuerwerks- oder Silvesterangst kann der Jahreswechsel zu einer großen Herausforderung werden. Aber auch Pferde und andere Haustiere können empfindlich auf die ungewohnten Ereignisse reagieren. Und nicht nur unsere Haustiere sind betroffen – auch Wildtiere bekommen die Auswirkungen von Silvesterfeuerwerk zu spüren.

In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Tier auf Silvester vorbereiten, Angst und Stress erkennen und für mehr Sicherheit rund um die Silvesternacht sorgen kannst. Du bekommst praktische Tipps für Hunde, Kaninchen und Pferde und erfährst außerdem, welche zusätzlichen Möglichkeiten es gibt, dein Tier in dieser besonderen Zeit zu unterstützen.

Das Titelbild ist ein Feuerwerksfoto aus meinem eigenen Archiv – aufgenommen an Silvester 2006.

Inhaltsverzeichnis

Warum ist Silvester für Tiere so belastend?

Manchen Haustieren macht der Lärm und die Knallerei gar nichts aus. Wiederum anderen geht es in dieser Zeit überhaupt nicht gut. Sie haben Stress, Angst, Panik, verkriechen sich, versuchen sich zu verstecken oder gar zu flüchten. Was leider immer wieder vor kommt. Dabei werden nur manche Tiere wieder gefunden, manche verletzt und manchen passiert leider noch schlimmeres.

Plötzliche und unvorhersehbare Geräusche

Der Lärm eines Feuerwerks kann für Tiere deutlich belastender sein als für uns Menschen. Während wir Menschen wissen, woher die Geräusche kommen, können Tiere die plötzlichen und unvorhersehbaren Reize nicht auf dieselbe Weise einordnen.

Für sie ist es ungewohnt, besonders der für Tiere unvorhersehbare Lärm erschreckt sie, kann ihnen Angst machen und sie sogar in Todesangst versetzen. Tiere können das Spektakel nicht einordnen. Für sie ist es eine sehr bedrohliche Situation von der sie in der Regel instiktiv flüchten wollen.

Lichtblitze, Gerüche und ungewohnte Reize

Zu der Geräuschkulisse kommen noch ungewohnte Gerüche und blitzartiges Licht. Manche Tiere verbinden das schlichtweg mit der Gefahr durch Feuer und oder Gewitter und reagieren instinktiv mit Flucht.

Die Belastung beginnt oft schon vor Silvester

Wir alle wissen: offiziell dürfen nur in der Silvesternacht Böller und Rakete gezündet werden. Doch viele machen es schon Tage vorher. Manchmal können solche einzelnen Knaller noch bedrohlicher auf Tiere wirken. Und in solchen Situationen können wir uns selbst ebenso erschrecken. Schwubs, rutscht ausgerechnet dann die Hundleine aus der Hand und weg ist der Hund. Ein Horrorszenario. Das leider Jahr für Jahr immer wieder Tierbesitzer und ihre Tiere erleben müssen.

Nicht jedes Tier reagiert gleich

Natürlich gibt es auch Tiere, die selbst dann total entspannt sind und denen dieses Event gar nichts ausmacht. Ja sie sogar sehr daran interessiert sind und das Spektakel beobachten.

Unsere erste Hündin reagierte an Silvester beispielsweise ganz anders. Sie war zunächst aufgeregt, beruhigte sich aber deutlich, wenn wir sie auf den Arm nahmen und gemeinsam mit ihr aus dem Fenster schauten. Offenbar half ihr genau das, die ungewohnten Geräusche und Lichter besser einzuordnen. Seitdem verlief Silvester mit ihr viel entspannter.

Das zeigt auch: Nicht jedes Tier braucht dieselbe Unterstützung.

Das ist natürlich nicht bei jedem Tier so, jedes ist unterschiedlich und individuell. Und nicht alle Tipps und jedes Training funktioniert bei jedem Tier gleich gut. Tiere sind eigenständige Persönlichkeiten und reagieren verschieden. Auch sonst grundsätzlich sehr ausgeglichene Tiere können durch solche Ereignisse eine richtige Panik entwickeln. Schottet man das Tier aus Verzweiflung jedes Mal mehr ab, kann das leider den unerwünschten Gegeneffekt haben, dass sich die Angst von Mal zu Mal weiter verschlimmert.

Dann gibt es noch die Situation, dass das Tier neu ist, vielleicht noch nicht lange in dem jetzigen Zuhause, vielleicht adoptiert aus dem Tierschutz und so wie so traumatisiert. Ob generell ängstlich und zurückhaltend oder sehr gelassen, besonders bei neuen Tieren können solche Situation schnell eskalieren und gefährlich werden, wenn sich das Tier losreißt oder ausbricht.

Woran erkennst du, dass dein Tier Angst oder Stress hat?

Nicht jedes Tier zeigt Angst laut oder offensichtlich. Gerade bei Kaninchen können sehr feine Veränderungen der Körpersprache wichtig sein.

An der Körpersprache und der Körperhaltung erkennst du ob dein Tier Angst oder Stress hat. Das Tier bleibt stehen, schaut mit großen Augen. Es versucht erst einmal die Situation einzuordnen. Auch ein stockender und oder zögerlicher Gang zeigt deutlich, dass dem Tier die Situation unangenehm ist oder es unsicher ist.

Bleibt es stehen, die Augen werden größer, dann solltest du keinen Druck auf dein Tier aufbauen sondern ihm direkt die Zeit lassen die es braucht. Sanfter Druck und ein wenig Überzeugung können das Tier ermutigen, weiter zu gehen, zu viel davon kann jedoch das Gegenteil bewirken, dass Tier sofort zum flüchten bringen und die Situation kann eskalieren.

Wenn du dein Tier an Feuerwerksgeräusche gewöhnen möchtest, sollte das Training rechtzeitig beginnen:

  • mit sehr geringer Lautstärke starten
  • nur steigern, solange das Tier entspannt bleibt
  • niemals bis zur deutlichen Angst trainieren
  • kurze Einheiten regelmäßig wiederholen
  • bei Stress einen Schritt zurückgehen

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Silvester mit Hund – so kannst du deinen Hund vorbereiten

Woran erkennst du, dass dein Hund Angst vor Feuerwerk hat?

Die Anzeichen, dass dein Hund Angst vor Feuerwerk hat und mit der Situation überfordert ist, können vielfältig sein. Das kann sich beispielsweise darin zeigen, dass dein Hund sich versteckt oder einen Ausweg sucht, um der Situation irgendwie zu entkommen. Es kann auch sein, dass dein Hund mit aufgerissenen Augen sich in eine Ecke verzogen hat, da liegt und sein ganzer Körper zittert. Da habe ich leider selbst mit einem meiner Hunde immer zu Silvester und auch bei starkem Gewitter erlebt.

Weitere Anzeichen:

  • Hecheln
  • Zittern
  • Unruhe
  • Verstecken
  • bellen, winseln und oder jammern
  • geduckte Körperhaltung
  • Anspannung, Nervösität
  • Fluchtverhalten

Wenn du solche Anzeichen bei deinem Hund bemerkst, solltest du ihn besonders gut sichern und ihm eine möglichst ruhige und geschützte Umgebung bieten. Gerade wenn dein Hund bereits in der Vergangenheit stark auf Feuerwerk oder andere laute Geräusche reagiert hat, lohnt es sich, rechtzeitig vor Silvester mit der Vorbereitung zu beginnen.

So kannst du deinen Hund auf Silvester vorbereiten

Eine gute Vorbereitung beginnt nicht erst am Silvesterabend. Sorge dafür, dass dein Hund einen sicheren Rückzugsort kennt und übe gegebenenfalls rechtzeitig den Umgang mit Feuerwerksgeräuschen. Wenn dein Hund bereits sehr ängstlich auf laute Geräusche reagiert, solltest du nicht erst kurz vor Silvester mit dem Training beginnen.

Silvester mit Kaninchen – so kannst du dein Kaninchen vorbereiten

Warum Kaninchen besonders sensibel reagieren können

Kaninchen sind Fluchttiere. Bei Gefahr flüchten sie sich in ein Versteck. Wenn ein Kaninchen Angst bekommt und sogar Panik, dann reagiert es instinktiv und sucht schnell Schutz. In solch einem Falle kann es Reaktionen zeigen, die es normalerweise nicht tut und völlig unkontrolliert losrennen.

Wie äußert es sich, dass Kaninchen Angst und Panik haben?

Kaninchen können Angst vor Feuerwerk auf unterschiedliche Weise zeigen. Die Körpersprache kann das deutlich zeigen:

Ängstliche Kaninchen machen große Augen und die Ohren sind nach vorne gespitzt. Die Bewegung kann vorsichtig bis ruckartig sein. Noch kann sein, dass Kaninchen ist neugierig und geht langsam in Richtung des Ereignisses.

Nimmt die Angst zu, kann das Kaninchen erst noch zurück weichen und ein Stück davon hoppeln. Wird die Situation für das Kaninchen aber um so bedrohlicher, duckt es sich reflexartig und legt sich flach auf den Boden. Dabei legt es die Ohren an. Es geht in Deckung und die Situation entscheidet ob es bleibt oder flüchtet. Wird die hervorufene Situation nicht abgemildert oder verhindert kann man beim Kaninchen deutlich sehen, dass die Augen noch größer werden bis das Weiß zu sehen ist, auch extreme Körperspannung ist zu sehen.

Das Kaninchen befindet sich so schon im Fluchtmodus und kann jederzeit blitzschnell unerwartet los rennen. Reagiert es mit Flucht, flüchtet es schnellstmöglich in den nächsten Unterschlupf.

Panische Kaninchen können auch Verhalten zeigen, was sie normalerweise nicht tun. Beispielsweise deutlich höher springen als sonst. Hindernisse wie Absperrungen können so mit Leichtigkeit übersprungen werden, was es sonst vielleicht nie tut. Deshalb gilt immer: nicht was es nie tut, sondern vorher schon verhindern, dass es möglich werden könnte.

In der Regel klettern Kaninchen nicht wirklich. Wird jedoch ein Hinderniss übersprungen, was zu hoch ist, kann sich je nach Gegebenheit, das Kaninchen dran festkrallen und versuchen es zu überklettern.

Was du auf keinen Fall tun solltest

Ganz wichtig: wenn die Stressituation schon besteht und das Kaninchen zeigt, dass es Panik hat, dann keinesfalls die Gehegetür öffnen, um hinein zu gehen und das Kaninchen beruhigen zu wollen. Denn dann kann das Kaninchen unerwartet blitzschnell diese Chance nutzen um zu flüchten! Sprich, man denkt man tut etwas Gutes um es zu beruhigen und die Situation eskaliert sofort und man hat ein flüchtendes Tier.

Ein ängstliches oder gar panisches Kaninchen nicht auf den Arm nehmen. Selbst sehr zahme Kaninchen können in solchen Situationen völlig anders reagieren. Dein Kaninchen könnte reflexartig vom Arm springen und davon rennen.

Ein Kaninchen in Panik rennt extrem schnell in eine Richtung, nach dem Motto: hauptsache hier weg. Drinnen könnte es wo gegen laufen und sich verletzen. Und draußen besteht zusätzlich noch die Gefahr, dass es auf eine Straße rennt oder ähnliches.

Das Wiedereinfangen eines panischen und ängstlichen Kaninchens gestaltet sich äußerst schwer. Vorausgesetzt man weiß wo es sich befindet. Wenn es außer Reichweite ist und sich versteckt hat, ist es um so schwerer es wiederzufinden.

Was du stattdessen tun solltest, wenn das Kaninchen deutlich Angst zeigt

Am besten in Ruhe lassen, nicht unbedingt anfassen und nur ruhig mit ihm sprechen. Jedes Kaninchen kann anders und unerwartet reagieren.

Du kennst dein Kaninchen am besten. Sollte es Nähe bewusst suchen, so kannst du dich zu ihm setzen, und es sanft beruhigen. Die meisten ängstlichen Kaninchen jedoch wollen in Ruhe gelassen werden.

Achte einfach darauf, dass keine Fluchtmöglichkeit oder Verletzungsgefahr besteht, sollte das Kaninchen flüchten wollen.

Was du rund um den Jahreswechsel beachten solltest

Kaninchen kommen am besten mit ihrer gewohnten, sicheren Umgebung zurecht.

Darauf solltest du achten:

  • mehrere Versteckmöglichkeiten
  • Verstecke sollten immer zwei Aus-/Eingänge haben um Sackgassen zu vermeiden
  • mehr Verstecke als Kaninchen
  • Beschäftigungsmöglichkeiten
  • keine Verletzungsquellen
  • keine großen Veränderungen kurz vor Silvester
  • Gehege auf Ausbruchssicherheit prüfen (grundsätzlich zu allen Seiten, oben und unten zu; punktverschweißten Draht verwenden, nicht den sechseckigen)

Silvester mit Pferd – so kannst du dein Pferd vorbereiten

Für Pferde kann das Feuerwerk an Silvester ebenfalls eine ungewohnte und belastende Situation sein. Plötzliche laute Geräusche, Lichtblitze und ungewohnte Gerüche können Schreckreaktionen auslösen. Besonders schwierig kann es sein, wenn ein Pferd die Ursache der Geräusche nicht einordnen kann und rund um den Stall oder auf der Weide immer wieder Raketen und Böller zu hören und zu sehen sind.

Wenn dein Pferd sich bei ungewohnten Geräuschen leicht erschreckt, solltest du rund um Silvester auf Ausritte verzichten. Am 31. Dezember selbst würde ich das Pferd möglichst gar nicht mehr ausreiten, damit du das zusätzliche Risiko durch unerwartete Knallgeräusche vermeiden kannst.

Feuerwerk aus Sicht des Pferdes

Pferde sind Fluchttiere und reagieren auf ungewohnte Reize häufig zunächst mit erhöhter Aufmerksamkeit oder einer Fluchtreaktion. Wie stark ein Pferd auf Silvester reagiert, ist jedoch individuell. Während manche Pferde relativ gelassen bleiben, können andere deutlich angespannt oder panisch werden.

Stall oder Weide?

Ob ein Pferd die Silvesternacht besser in einer Box oder in seinem gewohnten Auslauf verbringt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind die Haltung, die Umgebung und vor allem das einzelne Pferd. Ein Pferd, das sich in der vertrauten Box sicher fühlt, kann dort besser aufgehoben sein. Für ein anderes Pferd kann der gewohnte Auslauf der ruhigere Ort sein.

Auch die jeweilige Haltungsform spielt eine Rolle. Pferde, die beispielsweise in einem Bewegungsstall (Aktivstall, Paddocktrail und ähnliches) gehalten werden, sind je nach Anlage daran gewöhnt, sich dauerhaft auf größeren Flächen frei zu bewegen. Für ein solches Pferd kann es eine zusätzliche Belastung darstellen, ausgerechnet rund um Silvester plötzlich auf einen deutlich kleineren Bereich oder eine Box beschränkt zu werden. Vor allem, wenn es dann nicht wirklich sehen kann, was geschieht und nur den Lärm wahrnimmt. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob ein Pferd im Stall oder auf der Weide steht, sondern wo es sich normalerweise sicher fühlt und welche Umgebung es gewohnt ist.

Sicherheit und vertraute Abläufe

Unabhängig vom Aufenthaltsort sollte die Sicherheit an erster Stelle stehen. Zäune, Tore und Stallbereiche sollten vor Silvester kontrolliert werden, damit ein erschrecktes Pferd möglichst nicht ausbrechen oder sich verletzen kann. Auch eine möglichst vertraute Tagesroutine kann helfen. Große Veränderungen oder ungewohnte Situationen solltest du rund um Silvester möglichst vermeiden.

Wenn du weißt, dass dein Pferd besonders stark mit Angst auf Feuerwerk reagiert, ist es sinnvoll, bereits im Vorfeld zu überlegen, welche Umgebung ihm die größtmögliche Sicherheit und Ruhe bietet.

Was kannst du am Silvesterabend für dein Tier tun?

Wie gut dein Tier mit Silvester zurechtkommt, hängt stark von seinem individuellen Wesen und seinen bisherigen Erfahrungen ab. Manche Tiere brauchen vor allem einen sicheren Rückzugsort und möchten in Ruhe gelassen werden, andere suchen die Nähe ihrer Bezugsperson.

Du kannst dein Tier unterstützen, indem du ihm Schutz und Sicherheit anbietest, ohne ihm gleichzeitig zu vermitteln, dass gerade etwas Schlimmes passiert. Auch deine eigene Stimmung kann dabei eine Rolle spielen. Versuche deshalb, möglichst ruhig und gelassen zu bleiben und deinem Tier einen stabilen und sicheren Rahmen zu geben.

Dabei solltest du keine Wunder erwarten. Dein Ziel muss nicht sein, dass dein Tier an Silvester plötzlich überhaupt keine Angst mehr hat. Viel wichtiger ist, die Situation so zu gestalten, dass sich Angst und Stress möglichst nicht noch weiter verstärken.

Rechtzeitig für Sicherheit sorgen

Gerade an Silvester sollte die Sicherheit deines Tieres an erster Stelle stehen. Überlege deshalb rechtzeitig, wo sich dein Tier während der lautesten Zeit des Abends aufhalten soll und ob dieser Bereich wirklich sicher ist.

.Bei Hunden solltest du besonders darauf achten, dass sie sich nicht durch plötzlich auftretende Knallgeräusche erschrecken und in Panik davonlaufen können. Spaziergänge sollten deshalb möglichst früh am Tag stattfinden. Auch wenn dein Hund normalerweise zuverlässig hört und sich frei bewegen darf, solltest du rund um Silvester auf unnötige Risiken verzichten und ihn draußen sicher anleinen.

Bei einem besonders ängstlichen Hund kann eine doppelte Sicherung sinnvoll sein. Eine Möglichkeit ist beispielsweise ein gut sitzendes Sicherheitsgeschirr in Verbindung mit einem Halsband und zwei getrennten Leinen. Die Leinen sollten dabei nicht miteinander verbunden sein. Die Leine vom Geschirr hängst du dir um oder bindest sie um deine Hüfte. Die Leine vom Halsband ist deine Führleine. Gerade bei einem Hund, der bereits einmal versucht hat, sich aus Geschirr oder Halsband zu befreien, kann eine zusätzliche Sicherung wichtig sein.

Bei Pferden gilt ebenfalls: Zäune, Tore und Stallbereiche sollten sicher sein und keine zusätzlichen Verletzungsgefahren bieten. Überlege außerdem rechtzeitig, wo sich dein Pferd normalerweise am sichersten fühlt und welche Umgebung ihm vertraut ist.

Rückzugsort anbieten

Ein Tier sollte die Möglichkeit haben, sich während des Feuerwerks an einen Ort zurückzuziehen, an dem es sich sicher fühlt.

Das kann je nach Tier sehr unterschiedlich aussehen. Manche Tiere suchen die Nähe ihrer Bezugsperson, andere möchten sich lieber verstecken und möglichst wenig von dem Geschehen mitbekommen.

Kaninchen in Außenhaltung können ins Haus geholt werden (bitte nur in einen kühlen Raum), wenn es nötig ist. Ich selbst habe aber die Erfahrung gemacht, im gewohnten Gehege gehen sie entspannter mit der Situation um.

Wichtig ist vor allem, rund um Silvester keine großen Veränderungen mehr vorzunehmen. Ein neuer Stall, ein ungewohnter Rückzugsort oder eine komplett umgestaltete Umgebung kann zusätzlichen Stress verursachen. Außerdem finden sich aufgeschreckte Tiere dann weniger zurecht und die Verletzungsgefahr steigt.

Geräusche und Licht reduzieren

Wenn möglich, solltest du die Geräuschkulisse und die Lichtblitze des Feuerwerks für dein Tier etwas abmildern.

Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, damit möglichst wenig Lärm und Rauch in den Raum gelangen. Je nach Situation können auch Vorhänge oder Rollos helfen, die Lichtblitze von draußen abzuschirmen.

Eine gleichmäßige Geräuschkulisse kann ebenfalls hilfreich sein. Musik, Radio oder andere vertraute Hintergrundgeräusche können die plötzlichen Geräusche von draußen etwas weniger deutlich hervorheben.

Dabei geht es nicht darum, das Feuerwerk vollständig auszublenden. Schon eine gewisse Reduzierung der ungewohnten Reize kann für ein empfindliches Tier eine Entlastung darstellen.

Ruhe bewahren

Deine eigene Haltung kann für dein Tier ebenfalls eine Rolle spielen. Wenn du selbst angespannt bist, ständig auf den nächsten Knall wartest oder sehr aufgeregt reagierst, kann sich diese Unruhe auf dein Tier übertragen.

Versuche deshalb, bewusst ruhig zu bleiben. Du musst dabei nicht so tun, als würde überhaupt nichts passieren. Vielmehr kannst du deinem Tier vermitteln: Die Situation ist ungewohnt, aber du bist da und behältst den Überblick.

Gerade bei einem ängstlichen Tier kann eine ruhige, verlässliche Bezugsperson einen wichtigen Anker darstellen.

Nähe anbieten – aber nichts erzwingen

Manche Tiere suchen bei Angst ganz bewusst die Nähe ihrer Bezugsperson. Wenn dein Tier zu dir kommt, kannst du ihm diese Nähe natürlich geben.

Du kannst dein Tier beruhigen, streicheln oder einfach ruhig bei ihm sitzen – je nachdem, was es normalerweise als angenehm empfindet.

Wichtig ist dabei, nichts zu erzwingen. Ein Tier, das sich zurückziehen möchte, sollte nicht aus seinem Versteck geholt werden.

Das Tier nicht alleine lassen, wenn es starke Angst hat

Wenn du weißt, dass dein Tier an Silvester sehr starke Angst bekommt, solltest du möglichst nicht gerade während der lautesten Zeit weggehen.

Bei einem Tier, das bereits in der Vergangenheit panisch reagiert, Fluchtversuche unternommen oder sich selbst gefährdet hat, ist es sinnvoll, während des Feuerwerks in der Nähe zu bleiben und die Situation im Blick zu behalten.

Das bedeutet nicht, dass du dein Tier die ganze Zeit beobachten oder jede Reaktion kommentieren musst. Oft reicht es bereits aus, ruhig anwesend zu sein und eingreifen zu können, falls es zu einer gefährlichen Situation kommt.

Fluchtgefahr vermeiden

Eine der größten Gefahren an Silvester besteht darin, dass ein Tier in Panik versucht zu flüchten.

Bei Hunden beginnt die Vorsicht deshalb nicht erst mit dem ersten Feuerwerk. Schon Tage vor und nach Silvester können vereinzelt Böller gezündet werden. Auch ein normalerweise zuverlässiger Hund kann sich durch einen unerwarteten Knall erschrecken und davonlaufen.

Auch bei Pferden sollte die Umgebung auf mögliche Flucht- und Verletzungsgefahren kontrolliert werden. Besonders wichtig ist dabei, die individuelle Haltungssituation und das gewohnte Sicherheitsgefühl des Pferdes zu berücksichtigen.

Wenn dein Tier einen sicheren Rückzugsort hat und die Umgebung entsprechend vorbereitet ist, kannst du bereits viele unnötige Risiken vermeiden.

Wenn dein Tier trotz aller Sicherheitsmaßnahmen entlaufen ist, möchtest du natürlich alles versuchen, um es wiederzufinden. Eine Möglichkeit, die dabei ergänzend in Betracht gezogen werden kann, ist die 👉🏻 Tierkommunikation: Was ist das eigentlich und wie funktioniert sie?

Was du bei Angst deines Tieres besser nicht tun solltest

Bitte...

  • nicht absichtlich dem Feuerwerk aussetzen
  • kein intensives Last-Minute-Geräuschtraining
  • nicht das Tier aus seinem Versteck holen
  • nicht bei Angst, Stress usw. bestrafen
  • keine ungesicherten Spaziergänge
  • keine Mittel und oder Medikamente eigenmächtig verabreichen

Welche zusätzlichen Möglichkeiten gibt es?

Neben den praktischen Maßnahmen und dem Training im Vorfeld können ganzheitliche, komplementäre und alternative Methoden dein Tier zusätzlich unterstützen.

Bachblüten

Bachblüten werden von vielen Tierhalterinnen und Tierhaltern genutzt, wenn ein Tier in bestimmten Situationen besonders angespannt, unsicher oder ängstlich wirkt. Auch rund um Silvester können sie eine Möglichkeit sein, das Tier begleitend zu unterstützen.

Das Besondere an der Bachblütenmethode ist, dass nicht einfach eine bestimmte Bachblüte für ein bestimmtes Problem ausgewählt wird. Bei der klassischen Anwendung steht vielmehr die individuelle Stimmung und Verfassung des Tieres im Mittelpunkt. Deshalb kann es sinnvoll sein, genauer hinzuschauen: Wirkt dein Tier eher ängstlich, unsicher, überfordert oder angespannt? Oder fällt ihm das Loslassen und Entspannen schwer?

Bachblüten können dabei als ergänzende Möglichkeit betrachtet werden. Gerade bei starken Angstreaktionen, Panik oder ausgeprägtem Stress sollten sie jedoch nicht als alleinige Maßnahme eingesetzt werden. Hier sind vor allem ein sicherer Rahmen, eine gute Vorbereitung und – wenn nötig – die Unterstützung durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt wichtig.

Wenn du Bachblüten ausprobieren möchtest, würde ich außerdem davon abraten, einfach verschiedene Blüten wahllos miteinander zu kombinieren. Eine bewusste, zum Tier passende Auswahl ist sinnvoller, als möglichst viele Möglichkeiten gleichzeitig einzusetzen.

Homöopathie

Auch die Homöopathie wird von manchen Tierhalterinnen und Tierhaltern begleitend eingesetzt, wenn ein Tier rund um Silvester besonders ängstlich oder unruhig ist. Dabei wird häufig individuell nach den jeweiligen Symptomen und der Verfassung des Tieres ausgewählt, statt pauschal ein bestimmtes Mittel für Silvester zu empfehlen.

Wie bei anderen ergänzenden Methoden gilt auch hier: Bei starker Angst oder Panik sollte die Homöopathie nicht die notwendige Unterstützung ersetzen. Besonders bei ausgeprägten Reaktionen ist es sinnvoll, rechtzeitig tierärztlichen Rat einzuholen und das Tier nicht auf eigene Faust mit verschiedenen Mitteln zu behandeln.

Wichtig zu wissen

Nur weil du bei einem homöopathischen Mittel oder einer Bachblüte keine sichtbare Veränderung bei deinem Tier wahrnimmst, bedeutet das aus ganzheitlicher Sicht nicht zwangsläufig, dass keine Wirkung stattfindet. Gerade bei energetischen Ansätzen können Veränderungen auf Ebenen stattfinden, die nicht unmittelbar sichtbar sind.

Deshalb gilt: Lieber gezielt und bewusst einsetzen, statt viele verschiedene Mittel wahllos miteinander oder direkt nacheinander zu verabreichen. Wenn du unsicher bist, welche Mittel für dein Tier geeignet sind, kannst du dich an darauf spezialisierte Tierärztinnen oder Tierärzte wenden.

Tierenergetik

Mit der Tierenergetik kannst du dein Tier generell und mit einzelnen Anwendungen auch gezielt direkt in bestimmten Situationen energetisch unterstützen. Was bedeutet das?

Aus Sicht der Tierenergetik besteht ein Tier nicht nur aus dem materiellen Körper und ein wenig Chemie, sondern hat außerdem noch einen feinstofflichen Körper, den Energiekörper. Die Tierenergetik betrachtet deshalb das Tier in seiner Gesamtheit aus Körper, Geist und Seele.

In diesem Energiekörper kann die Lebensenergie deines Tieres durch verschiedenste Gründe aus dem Gleichgewicht sein. Die Tierenergetik setzt genau hier im feinstofflichen Teil an, um die Lebensenergie wieder in einen ausgeglichenen Zustand zu bringen.

Vereinfacht gesagt: sie kann deinem Tier helfen, wieder in seine Mitte zu finden und so unterstützen, dass die Selbstheilungskräfte aktiviert werden.

Das ist für die ganzheitliche Gesundheit deines Tieres wichtig und ebenso für herausfordernde Situationen wie bei Stress, Lärm und bunten Lichtern wie bei einem Feuerwerk in der Silvesternacht. So kann dein Tier gefestigter werden und besser mit solchen Situationen zurechtkommen.

Eine Anwendung aus dem Heilströmen bei Angst und Stress

„Die erste Zentrierung“ ist einer der Hauptströme aus dem Heilströmen. Ich selbst wende sie bei meinen eigenen Tieren immer dann an, wenn ich sie sofort unterstützen möchte, um zur Ruhe zu kommen und runter zu fahren. Beispielsweise bei aufregenden, ungewöhnlichen oder stressigen Situationen.

Für die ersten Male übe sie am besten ein paar Mal, damit du weißt, wo die Punkte liegen und routinierter in der Anwendung wirst. Dann fällt es dir einfach, sie in den Momenten zu nutzen, wenn du sie wirklich brauchst.

Die ausführliche Anleitung dazu und tiefergehende Informationen kannst du diesem Blogartikel entnehmen 👉🏻 Heilströmen beim Tier: 26 Energieschlösser und einfache Anleitung

Wichtig zu wissen

Einzelne energetische Anwendungen können dir einen Einblick in die Tierenergetik geben. Du kannst sie selbst ausprobieren, um deinem Tier etwas Gutes zu tun. Sie ersetzen aber keine vollumfängliche energetische Sitzung nach der Tierbalance Methode, bei der nicht nach einem festen Schema, sondern im Sinne des Tieres gearbeitet wird.

💜 Kleine Impulse für mehr Balance im Alltag

In meinem 0 € PDF „5 tierisch gute Übungen“ findest du fünf einfache Übungen, die verschiedene Möglichkeiten zeigen, wie du dich und dein Tier im Alltag energetisch unterstützen kannst.

Eine der Übungen kann dir dabei helfen, dein Tier gerade in Situationen mit Unruhe oder Stress zu unterstützen und ihm etwas mehr Ruhe zu ermöglichen.

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Wann tierärztliche Unterstützung sinnvoll ist

Bei leichter Unsicherheit oder Anspannung können eine gute Vorbereitung, ein sicherer Rückzugsort und eine ruhige Umgebung bereits viel dazu beitragen, deinem Tier die Silvesternacht zu erleichtern. Bei starker Angst oder Panik solltest du jedoch nicht ausschließlich auf ergänzende Methoden setzen.

Eine tierärztliche Beratung kann besonders sinnvoll sein, wenn dein Tier bereits in der Vergangenheit sehr stark auf Feuerwerk, Gewitter oder andere plötzliche Geräusche reagiert hat, sich in Panik verletzt oder zu flüchten versucht. Auch wenn die Angst von Jahr zu Jahr zunimmt oder du unsicher bist, welche Unterstützung für dein Tier geeignet ist, kannst du dich rechtzeitig beraten lassen.

Wichtig ist, nicht erst am Silvesterabend nach einer Lösung zu suchen. Sprich bei ausgeprägter Angst möglichst frühzeitig mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt, damit ausreichend Zeit für eine individuelle Vorbereitung bleibt.

Silvester und Wildtiere – die Tiere, die wir draußen oft gar nicht sehen

Auch Wildtiere sind an Silvester von den Auswirkungen des Feuerwerks betroffen. Böller, Raketen und Blitzlicht in der Silvesternacht lassen Wildvögel hochschrecken. Panisch fliegen sie in irgendeine Richtung und verlieren die Orientierung. Nicht nur Wildvögel, auch alle anderen Wildtiere leiden darunter. Sie werden in ihrer Ruhe und an ihren Rastplätzen gestört. Durch unkontrollierte Flucht besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr.

Besonders problematisch ist, dass Wildtiere in der Silvesternacht oft mitten in ihrer Ruhephase aufgeschreckt werden. Vögel verlassen ihre Schlaf- und Rastplätze, während andere Tiere aus ihren Verstecken oder Rückzugsorten flüchten. Dabei können sie auf Straßen geraten, gegen Hindernisse fliegen oder sich bei ihrer panischen Flucht verletzen.

Die Auswirkungen beschränken sich außerdem nicht unbedingt auf die wenigen Minuten, in denen direkt in der Nähe Feuerwerk gezündet wird. Durch die ungewohnten Geräusche und Lichtblitze können Tiere über einen längeren Zeitraum aufgeschreckt und in ihrem natürlichen Verhalten gestört werden. Gerade im Winter kann das zusätzliche Energie kosten, die für Wildtiere besonders wertvoll ist.

Auch wenn wir die meisten dieser Tiere gar nicht zu Gesicht bekommen, bedeutet das nicht, dass sie die Silvesternacht unbeschadet erleben. Rücksichtnahme beginnt deshalb nicht erst bei unseren eigenen Haustieren. Auch Wildtiere brauchen in dieser besonderen Nacht möglichst viel Ruhe und sichere Rückzugsmöglichkeiten.

Deine Silvester-Checkliste für dein Tier

Einige Wochen vor Silvester
Am 31. Dezember
Während des Feuerwerks

Fazit

Silvester kann für Tiere eine herausfordernde Zeit sein. Mit einer rechtzeitigen Vorbereitung, einem sicheren Umfeld und einem ruhigen Umgang kannst du dazu beitragen, Angst und Stress für dein Tier möglichst gering zu halten. Dabei ist es wichtig, dein Tier individuell zu betrachten und nicht jede Maßnahme auf jedes Tier gleichermaßen zu übertragen.

Wenn dein Tier bereits sehr stark auf Feuerwerk reagiert oder in Panik gerät, solltest du rechtzeitig tierärztlichen Rat einholen. So kannst du gemeinsam überlegen, welche Unterstützung für dein Tier sinnvoll ist und dich frühzeitig auf den Jahreswechsel vorbereiten.

💜 Noch tiefer in die Welt der Tierenergetik eintauchen

Der „Tierisch gute Wegweiser“ gibt dir einen vielseitigen Einblick in verschiedene Methoden der Tierenergetik und zeigt dir praktische Anwendungen und Übungen, die du selbst ausprobieren kannst.

Wenn du dein Wissen vertiefen und weitere Möglichkeiten kennenlernen möchtest, dein Tier und auch dich selbst ganzheitlich zu unterstützen, findest du darin viele Anregungen.

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