Weniger Social Media mehr leben, bloggen und lesen

Social Media reduzieren: Warum ich meine Energie neu ausrichte

Social Media war lange ein fester Bestandteil meines Alltags. Ich habe Instagram privat und beruflich genutzt, mich inspirieren lassen und viel Zeit damit verbracht, Inhalte zu erstellen. Doch irgendwann merkte ich, dass sich etwas verändert hatte. Meine Feeds wurden zunehmend negativer, der Druck, ständig etwas posten zu müssen, wuchs und die Freude daran ging mehr und mehr verloren.

Seit Kurzem habe ich meine Social-Media-Nutzung drastisch reduziert. Ich möchte wieder mehr Zeit für mein eigenes Leben haben, mehr lesen, schreiben und meine Kreativität entfalten. In diesem persönlichen Erfahrungsbericht erzähle ich, warum ich mich dazu entschieden habe, welchen Einfluss Instagram auf meinen Alltag hatte und weshalb ich meine Energie heute lieber in meinen eigenen Blog investiere.

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Die Social-Media-Plattform Instagram kenne ich seit fast Tag 1. Damals konnte ich auf der Übersichtsseite noch bis ganz nach unten scrollen und so gut wie jedes Bild kannte ich.

Es hat sich so verändert, für mich zum Negativen.

Damals noch wie ein digitales, öffentliches Tagebuch. Heute meist strategische Marketingplattform.

Schrill, schnell, laut.
Aufmerksamkeit um jeden Preis.
Nicht mehr für mich.

Anfangs konnte man pro Post nur ein Bild posten und zwar sofort. Ohne Einplanung. Ja, damals war das noch so. Und eine kurze Beschreibung dazu. Im Format 1:1. Quadratisch, praktisch, auf einem damals noch deutlich kleineren Smartphone-Bildschirm, schön übersichtlich. Das 1:1-Format war einfach typisch für Instagram.

Irgendwann konnte man kurze Videos posten. Und irgendwann kamen die Stories hinzu. Inhalte, die automatisch nach 24 Stunden verschwinden und gedacht waren und sind, um etwas mehr Persönliches zu zeigen, mehr Authentisches. Was, finde ich, eine Bereicherung war, zum aufgeräumten Feed im Profil.

Deutlich später löste sich Instagram von dem starren 1:1-Format und man konnte auch Hochkantformate posten. Auch das fand ich noch völlig okay und eine gute Neuerung, auch wenn man von dem „typisch Instagram“ wegrückte.

Ich finde auch, bei solchen Plattformen spürt man Veränderungen deutlich, wenn die Menschen, die eine Plattform ursprünglich aufgebaut haben, sie verkaufen. Bei Instagram war das für mich ebenfalls spürbar. Danach kamen viele Veränderungen, um die ältere Plattform gegenüber konkurrierenden, neueren Social-Media-Plattformen zu rüsten.

Welche Änderung wann genau kam und welche zuerst, weiß ich gar nicht mehr. Und darum soll es in diesem Blogartikel gar nicht gehen. Jedenfalls fand ich den damaligen Algorithmus noch super, als ich im Feed wirklich die Posts derer zu sehen bekam, welche ich abonniert hatte. Und vor allem: chronologisch.

Und was früher auch noch gut war: Post für Post mit automatischer Einrastfunktion.

Später kamen der separate Bereich mit den Reels dazu. Und bald darauf die Änderung von „Post zu Post“ scrollen mit automatischer Einrastfunktion zu ohne Einrastfunktion.

Zwischen Inspiration und Reizüberflutung

Ich habe Instagram gerne als Inspiration für vieles genutzt. Um Dinge zu erfahren, die ich ohne nicht gefunden oder erfahren hätte. Auch, um das Leben von anderen verfolgen zu können und vielleicht davon für mich und mein Leben selbst etwas mitzunehmen. Zu lernen, zu wachsen, mich zu entwickeln.

Und am Ende? Hat es mir gereicht. Ich habe zunehmend gemerkt, wie sich meine Feeds mehr und mehr mit Negativem gefüllt haben. Nach jeder Nutzung merkte ich:

Meinem Gehirn tut das nicht gut.

Ich fühlte förmlich, wie es meinem Gehirn schadet. Fast schon wie Schmerzen hat es sich angefühlt. Nein, nicht wie Kopfschmerzen oder Anspannung, anders. Schwer zu beschreiben.

Außerdem frisst es Zeit. Ich glaube, dass das mittlerweile jedem klar ist. Dieser Sog generell von jeder Social-Media-Plattform. Natürlich sind die alle so ausgelegt, dass die Nutzer möglichst viel Zeit damit verbringen. Weil damit alles zusammenhängt: Es wird mehr gesehen, auch viel mehr Werbung und dadurch viel mehr an Produkten verkauft. Und ich denke, das ist nur ein Grund. Es gibt sicher noch mehr, warum die Plattformen alles tun, um Nutzer darin zu halten.

Als Instagram zum Vollzeitjob wurde

Instagram habe ich natürlich nicht nur privat, sondern auch beruflich genutzt. Um meine Tätigkeit als Tierenergetikerin bekannter zu machen. Du weißt nicht was das ist, lies ausführlich hier 👉🏻 Was ist Tierenergetik und wie funktioniert sie?

Um gesehen zu werden. Ich habe auch teure Kurse gemacht, um zu lernen, wie ich Social Media geschäftlich für mich nutzen kann. Zu lernen, wie Marketing funktioniert. Eine Wissenschaft für sich, so riesig, so vielfältig. So viele Strategien und Möglichkeiten. Manchmal stupide simpel und manchmal hochkompliziert.

Ich war Feuer und Flamme. Ich habe richtig dafür gebrannt. Endlich hatte ich mein Thema und dann auch noch etwas so Sinnvolles, wo auch mein Herz dranhängt, mit dem ich nach außen gehen konnte. Tiere mit etwas so Wundervollem wie der Energetik und Energiearbeit zu begleiten, das müssen mehr Menschen erfahren und kennenlernen.

Mit der Zeit habe ich mehr und mehr gemerkt, dass allein Instagram ein Vollzeitjob ist. Ohne Einnahmen.

Und worauf lief das hinaus: Ich bin ausgebrannt. Instagram hat mich ausgebrannt.

Ich merkte es nicht sofort. Doch irgendwie war mehr und mehr die Euphorie weg und es wurde mehr zur Last. Und der unglaubliche Druck „Ich muss was posten“ wurde immer größer.

Das verlief nicht nur innerhalb von Wochen nach dem Motto „mal probieren“. Nein, wenn, dann bleibe ich lange dran, und das waren immerhin um die fünf Jahre relativ konstant. Es gab mal wenige Phasen, in denen ich nichts oder kaum was gepostet habe. Die längste war dann irgendwann ein Dreivierteljahr, wenn ich mich noch richtig erinnere.

Jedenfalls hieß es ganz am Anfang noch: „Du musst Tipps geben.“ Tja, dann wird man zur kostenlosen Tippgeberin und bleibt es dann. Und irgendwann gehen die Tipps und die tiefgründigen Sprüche aus.

Mich hat es auch immer mehr frustriert, dass ein Post immer kurzlebiger wurde. Ich dachte immer, wenn den Leuten ein Video gefällt, gehen sie auf das Profil und schauen die anderen Posts durch. Ich mache (machte) das so. So habe ich es mir unnötig verkompliziert und meine Posts immer als eine Sammlung an hilfreichem Wissen angesehen.

Doch es wird einfach weitergewischt.

Das war irgendwann der Punkt, an dem ich dachte: So gehaltvolle, für mich wichtige und tiefgründige Gedanken habe ich erstens nicht in der Post-Frequenz, wie man sie täglich oder sogar noch öfter haben sollte und dann zweitens das ganze Jahr durch. Allein bei dem Gedanken falle ich innerlich direkt ohnmächtig um.

Und es ist es mir einfach nicht wert. Oder sagen wir: Mir sind meine Inhalte als möglichst kurze Videos viel zu aufwendig, als dass sie in dieser Masse untergehen.

Ich habe wiedergefunden, was ich eigentlich machen möchte

Ich glaube, dass bei mir auch noch dazukam, dass ich alles gleichzeitig machen musste (und quasi noch muss).

Immer noch im Angestelltenverhältnis. Plus Selbstständigkeit aufbauen. Website aufbauen. Termine. Plus Social Media aufbauen.

Ach ja und Blog aufbauen, Newsletter schreiben und Produkte entwickeln.

Ganz ehrlich: Heute weiß ich, dass DAS alles auf einmal fast schon vorprogrammiert, dass ich mich übernehme. Und das betrifft nicht nur uns selbst, sondern kann auch unsere Tiere beeinflussen. Warum es so wichtig ist, dich selbst nicht zu vergessen, liest du hier 👉🏻 Warum dein Tier leidet, wenn du dich selbst vergisst

Ich finde es unglaublich faszinierend, wie Menschen es mit simplen Formaten auf Social Media hinbekommen, erfolgreich zu werden. Und konstant dran zu bleiben, zumindest über einen längeren Zeitraum.

Das war auch etwas, worauf ich hoffte. Ich könnte mich davon inspirieren lassen. Aber bei mir liegt es einfach an der Umsetzung, ich habe es nicht hinbekommen. Zumindest nicht in der Professionalität, wie ich es mir gewünscht hätte.

Im Endeffekt kam einiges zusammen und ich erinnerte mich mehr daran, dass ich es doch liebe, inspirierende Texte zu schreiben und auch mein Wissen weiterzugeben. Was liegt denn da näher, als nicht endlich richtig meinen Blog zu betreiben?

Und mich fast nur noch darauf zu fokussieren.

Das ist es, was ich seit so ziemlich genau einem halben Jahr mache. Meinen Blog professionell aufbauen. Ich brenne dafür und schlafe viel zu wenig. Aber ich mache es unglaublich gern.

Ich frage mich täglich, woher ich diese Energie nehme.

Vor ein paar Jahren sind mir die Ideen für meinen schon damals ins Leben gerufenen Blog ausgegangen. Ich wollte schon immer einen Blog aufbauen. Ich verstehe heute gar nicht, warum ich das so in der Form nicht schon eher angegangen bin.

Heute kann ich mich vor Ideen gar nicht mehr retten.

Arbeite ich an einem Blogartikel, entstehen schon Ideen für gleich mehrere weitere.

Gehe ich laufen, fallen mir noch mehr Ideen ein. Laufen ist eine Leidenschaft von mir und kann ich nur empfehlen, um den Kopf frei zu bekommen. Wie gut Bewegung nicht nur den Kopf freimachen, sondern auch energetisch dein Wohlbefinden und das deines Tieres unterstützen kann, habe ich in diesem Artikel näher beschrieben 👉🏻 Warum Bewegung deinem Tier und dir energetisch hilft

Die Entscheidung, meine Social-Media-Nutzung, also generell und nicht nur Instagram, drastisch zu reduzieren, kam also nicht von heute auf morgen. Es war vielmehr ein Prozess.

 

Die Entscheidung, Social Media zu reduzieren

Und das erinnerte mich daran: Den Blick auf mein Leben zu richten, nicht auf das von anderen.

Mein Körper schickte mir ein nicht zu übersehendes Zeichen und machte mir den nächsten Schritt einfach.

Jetzt ist Schluss. Ich will bei diesem „höher, weiter, schneller“ nicht mehr mitmachen.

Seit zwei Wochen habe ich Social Media zu 99 Prozent aus meinem Leben gestrichen. Und bei Instagram eine Bildschirmzeit mit maximal zehn Minuten eingestellt.

Ich entgifte mich von Social Media.
Und es funktioniert. Besser als gedacht.

Das liest sich, als ob ich 24/7 in Social Media war. Das war nicht der Fall. Ein bis zwei Stunden täglich, vielleicht auch mal mehr. Dabei habe ich immer auf meine Bildschirmzeit geachtet und dachte, das ist völlig im Rahmen. Man bekommt ja auch was von anderen mit, sieht mal was Interessantes, Kreatives, Witziges…

Je mehr Zeit ohne diese vielen Einflüsse auf mich vergeht, umso mehr bilde ich mir ein, ich bekomme wieder mehr Zeit zurück.

Meine Energie fließt wieder in meine eigene Plattform

Ich lasse meine Energie in meine eigene Plattform fließen. Meinen Ruhepol in der lauten Internetwelt. Meinen Blog.

Statt vieler Videos jetzt viel lesen. Bücher und andere Blogs.

Viel schreiben.
Langsamer.
Entschleunigen.

Und vor allem: wieder die Inhalte erstellen, die mir wirklich am Herzen liegen. Ich möchte mein Wissen weitergeben, Gedanken ausarbeiten und Themen so behandeln können, wie ich es für richtig halte. Ohne alles auf wenige Sekunden oder kurze Beiträge reduzieren zu müssen.

Ein Blogartikel verschwindet nicht nach wenigen Stunden wieder im Feed. Er bleibt bestehen und kann auch noch lange nach seiner Veröffentlichung gelesen werden. Ich baue mir damit etwas Eigenes auf, in das ich meine Zeit und meine Energie investieren möchte.

Es tut so unglaublich gut.

Ich werde wieder ausgeglichener.
Mein Gehirn beginnt endlich wieder zu entspannen.
Mein Nervensystem fährt runter.
Mein Geist wird merklich kreativer.

Ich frage mich aktuell täglich, warum ich meinen Blog nicht schon damals so weitergeführt habe, wie ich es jetzt tue. Eine wirkliche Antwort darauf habe ich allerdings nicht. Und das ist auch nicht so wichtig. Wahrscheinlich war es die Summe aller genannten Umstände.

Umso mehr freue ich mich, dass ich vor einer Weile wieder damit begonnen habe und es jetzt so umsetzen kann, wie es sich für mich richtig anfühlt.

Fazit: Weniger Außen, mehr eigenes Leben

Für mich fühlt es sich gerade richtig an, Abstand von Social Media zu nehmen und meine Aufmerksamkeit wieder stärker auf mein eigenes Leben und meine eigene Arbeit zu richten. Ich habe lange versucht, vieles gleichzeitig zu schaffen und auf verschiedenen Plattformen präsent zu sein. Dabei ist mir mehr und mehr verloren gegangen, was mir eigentlich Freude macht.

Heute möchte ich meine Energie lieber in Dinge investieren, die mir wirklich am Herzen liegen und die langfristig Bestand haben. Mein Blog ist für mich genau so ein Ort. Hier kann ich schreiben, Gedanken entwickeln, Wissen weitergeben und Themen in der Tiefe behandeln, die ich mir wünsche. Ich baue etwas Eigenes auf, und ich merke, wie gut mir das tut.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ich Social Media für immer den Rücken kehren möchte. Momentan möchte ich mich bewusst auf meinen Blog konzentrieren. Wenn er aufgebaut ist und ich nicht mehr so viel Zeit in seine Entwicklung investieren muss, kann ich mir durchaus vorstellen, Social Media wieder regelmäßiger zu nutzen. Vielleicht dann auch auf eine andere Art und Weise als früher.

Für mich geht es nicht darum, Social Media grundsätzlich schlechtzureden oder anderen zu sagen, wie sie damit umgehen sollen. Ich habe einfach gemerkt, dass ich etwas verändern möchte.

Ich will meine Zeit und Energie wieder bewusster einsetzen. Weniger auf das schauen, was andere machen, und mehr auf das, was ich selbst gestalten möchte.

Und das fühlt sich gerade unglaublich gut an.

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